Feuerwehr

Schwarzenbek

Nachdem die Feuerwehr ihre Fahrzeuge und zwei TS 8 mit Ende des II. Weltkriegs verloren hatte, die Fahrzeuge wurden von Zwangsarbeitern zur Flucht benutzt und sind im Raum Hannover verschwunden, konnte die Freiwillige Feuerwehr Schwarzenbek in den folgenden Jahren nur behelfsmäßig mit einem LF 15 und einem LF 8 ausgestattet werden. Erst im November 1954 konnte ein neues, modernes Tanklöschfahrzeug gekauft werden.

Am 27. August 1948 musste die Feuerwehr nach einem heftigen Unwetter zahlreiche Keller leerpumpen. Die Löschgeräte sind dabei total unbrauchbar geworden.

Rechts ist das "Alte Gerätehaus an der Bismarckstr. zu sehen.

1950 - 1951 musste die Feuerwehr zu 4 Einsätzen ausrücken. Einem LKW Brand bei Müssen-Louisenhof, einem Zugunglück auf der Bahnstrecke Hamburg-Berlin, einem Dachstuhlbrand in Schwarzenbek und einem Waldbrand bei Müssen.

Ausrüstung 1950: (53 Aktive)

  • 1 LF 15
  • 1 LF 8
  • 2 Herresatmer
  • 2 Hakenleitern
  • 1 Tragkraftspritze DKW/Magirus
  • 1 Schaumgerät
  • Am 9. Juli 1953 wurde die Feuerwehr Schwarzenbek zu gleich drei Großbränden gerufen:

    Zunächst brannte in Gülzow ein riesiger Strohdiemen nieder. Die Feuerwehren aus Geesthacht, Gülzow, Hamwarde, Wiershop und Schwarzenbek dämten das Feuer ein.

    Gegen 20 Uhr brannte der Hof von Bauer Wandschneider in Franzhagen wo die Feuerwehr Schwarzenbek zur Unterstützung mit dem LF 15 im Einsatz war.

    Der dritte Großbrand an diesem Tag bricht in Sahms aus, wo ein Wohn- und Stallgebäude niederbrennt. 16 Feuerwehren sind hier im Einsatz doch das mit Reet gedeckte Gebäude brennt wie zunder. Zehn Kühe, drei Schweine und das Kleinvieh fielen den Flammen zum Opfer.

    Kreislehrgang in Schwarzenbek 1952

    Umbau des Gerätehauses an der Bismarckstraße

    75 Jahre Feuerwehr Schwarzenbek 1958

    Gerätehaus an der Bismarckstraße nach dem Umbau

    Im Jahr 1959 waren die TS 8 des LF 8 und das LF 15 ausgefallen und somit nur noch als Transportfahrzeuge zu gebrauchen. Die Wehr wahr somit auf das TLF zur Brandbekämpfung angewiesen.

    Foto von 1958

    Feb. 1961: Am Etat wird zuviel mit dem Rotstift herumgearbeitet

    Im Jahresbericht, der auf der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbek abgegeben wurde, heißt es, dass im letzten Jahr von der Stadt nicht die dringendsten Anschaffungen für die Wehr gemacht wurden. Im Haushaltsvorschlag für 1960 sind 11.000 DM für die notwendigen Anschaffungen der Wehr und zur Sicherung des Feuerlöschwesens in Schwarzenbek beantragt worden. Es wurden verschiedene Posten gestrichen und es blieb eine Restsumme von 3566 DM über. Sommer und Herbst vergingen, aber nichts geschah. Erst Ende November wurde der Wehr von der Stadt mitgeteilt, dass aus dem Etat noch 1500 DM für dringende Anschaffungen zur Verfügung stehen. Im Jahresbericht heißt es, dass die Wehr dringend für die Vervollständigung der Ausrüstung Löschpatschen für Waldbrände, Breitgurte, Helme mit Nackenschutz und eine Sirenenanlage für das Feuerwehrauto benötigt. Bis zum 80. Geburtstag im Jahr 1963 hoffe sie, auch ein neues Fahrzeug für den Mannschaftstransport, dass gleichzeitig eine Motorspritze mitnehmen kann, eine Drehleiter und Bekleidungsstücke zu erhalten. Das Gerätehaus an der Bismarckstraße ist zu klein und ein Umbau lohnt sich nicht mehr. Eine Verlegung in den Stadtteil südlich der Bahn wäre zweckmäßig. Bedauert wurde, dass es dem Spielmannszug der Feuerwehr Schwarzenbek an Nachwuchs mangelt. Sein Bestand sei gefährdet.

    Zu Einsätzen wurde die Wehr dreimal gerufen.

    Feuerteufel in Schwarzenbek

    Ein Feuerteufel war es, der im November 1967 die Schwarzenbeker in Schrecken versetzte. Als auf dem Vorwerk der Bismarckschen Verwaltung ein Großfeuer ausbrach, dass zu einer Brandkatastrophe werden sollte. Gegen 21 Uhr erfolgte der Alarm und um 23 Uhr war die Gefahr behoben. Es war ein grauenvoller 26. November. Der Brand, der den kombinierten Rinder- und Schweinestall einäscherte, zählt zu den größten, den Schwarzenbek je erlebte. Die Freiwillige Feuerwehr Schwarzenbek war allein machtlos. So kamen die Freiwillige Feuerwehr Geesthacht mit drei Fahrzeugen und der Drehleiter und die Freiwillige Feuerwehr Kollow mit einem Fahrzeug zu Hilfe. Aus 18 Rohren konnte der Brand bekämpft werden. Etwa 400 Schweine, vor allem Ferkel fielen den Flammen zum Opfer.

    Noch zweimal wurde der Bismarcksche Hof von Feuer heimgesucht. Bereits im Oktober 1967 entstand auf der Tenne, einer Gutsscheune, Feuer, dass jedoch rechtzeitig gelöscht werden konnte. Ein dritter Brand vernichtete Mitte Dezember 1967 einen großen Kuhstall. Zum Glück konnten die Tiere, 160 Rinder und Kälber, gerettet werden. Als Brandstifter wurde ein jugendlicher Verbrecher aus Schwarzenbek ermittelt.

    Fahrzeuge vor dem alten Gerätehaus an der Bismarckstraße

    Aug. 1968: Kreisfeuerwehrhaus nach Schwarzenbek?

    Große Beachtung und freudige Zustimmung fand die Erklärung des Kreisbrandmeisters, dass das geplante Kreisfeuerwehrhaus Schwarzenbek zugesprochen werden sollte; und zwar nicht zuletzt wegen der sich hier auf allen Gebieten zeigenden Aktivität. Zudem könne man es dem Ortswehren nicht länger zumuten, den wachsenden Kreiseigenen Fahrzeug- und Gerätepark in ihren Räumen unterzubringen. (Das Kreisfeuerwehrhaus / Kreisfeuerwehrzentrale wurde dann doch in Elmenhorst gebaut). Bürgermeister Koch verwies auf die dringende Notwendigkeit, in Schwarzenbek ein neues Gerätehaus zu bauen.

    Gruppenfoto von 1968

    Ausrüstung 1968:

  • 1 TLF 15
  • 1 LF 8
  • 1 DL 30
  • 1 GW 1
  • Die Siebziger

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