Feuerwehr

Schwarzenbek

3 Kohlenstoffmonoxid Warner von der Schleswig Holstein Netz AG gespendet

Montag, 23.02.2015 21:44 von Aron Ludwig

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Ein tragischer Fall mit drei Toten und mehrere Verletzten am 2. Dezember 2014 in Hamburg-Harburg hat die Problematik bekannt gemacht: Kohlenmonoxid (CO) als tödliche Gefahr in Häusern. Aufgrund einer defekten Heizungsanlage im Keller hatte sich das gefährliche Gas in einem Mehrfamilienhaus ausgebreitet und die Menschen vergiftet. Die Einsatzkräfte der Hamburger Feuerwehr bemerkten zunächst nichts von der Gefahr, denn ihnen fehlten CO-Warner, die beispielsweise bei der Berliner Feuerwehr seit zwei Jahren zur Schutzausrüstung gehören. Und während in Hamburg jetzt eine große Beschaffungsaktion läuft, hat Schwarzenbeks Feuerwehr bereits praktische CO-Warner in Dienst genommen.

Die Schleswig-Holstein Netz AG) (SH-Netz) hat der Feuerwehr die kleinen Lebensretter zur Verfügung gestellt. „Ab sofort tragen bei uns die Einsatzleiter oder die Zug- und Gruppenführer schon bei der Erkundung einer Einsatzstelle die CO-Warner am Mann, um möglichen Gefahren durch Kohlenmonoxid zu erkennen“, erklärt Feuerwehrchef Thorsten Bettin. Denn das Gas kann man nicht riechen. „Wenn man es merkt, ist man bereits umgefallen, und dann ist es zu spät“, berichtet Jörg Peters von SH-Netz.

 

Ein mögliches Szenario wäre es, wenn die Feuerwehr zu einer Türöffnung gerufen wird, weil dahinter eine hilflose Person vermutet wird. „Ist dann CO im Spiel, schlagen die empfindlichen Geräte an, sobald ein Grenzwert erreicht ist", sagt Bettin.

 

In Hamburg hatte der Rettungsdienst der Feuerwehr nachts bereits drei Patienten wegen verschiedener Krankheitssymptome ins Krankenhaus gebracht. Am Mittag wurden dann die ersten beiden Toten entdeckt – ein Großeinsatz lief an. Die Retter hatten zunächst keine Hinweise auf das gefährliche Gas erkennen können. Peters: „Uns als Netzbetreiber für Strom und Gas ist es wichtig, Sicherheit unter verschiedenen Aspekten zu gewährleisten. Einerseits was die Versorgung angeht, andererseits aber auch im Notfall, wenn wir die Hilfe der Feuerwehr benötigen. Dann hat der Schutz der Einsatzkräfte oberste Priorität.“ Deshalb jetzt die Spende, die CO-Warner konnten über den Haushalt der Stadt nicht so zeitnah beschafft werden.

„Die Schleswig-Holstein-Netz AG unterstützt uns schon seit Jahren, die Zusammenarbeit klappt gut“, lobte Bettin. Für dieses Jahr ist auch noch eine von SH-Netz organisierte Fortbildung über Autos mit neuen Antriebstechnologien wie Elektromobile oder Gasautos geplant. „Deren Anteil wird sicher deutlich steigen, da ist es gut, wenn wir uns mit den Technologien und möglichen Gefahrenpunkten für uns vertraut machen können“, erklärt der Wehrführer.

„Es ist großartig, wie spontan die SH-Netz AG unserer Feuerwehr hier helfen konnte“, lobte Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig.

 

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