Feuerwehr

Schwarzenbek

Ein Rückblick auf 2015

Sonntag, 31.01.2016 11:45 von Jan Piossek

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Die Feuerwehrmänner aus Schwarzenbek haben das wohl einsatz- und arbeitsreichste Jahr ihrer Geschichte hinter sich. 229 Einsätze weist die Statistik auf. „Darüber hinaus haben wir die Stadt bei der Unterbringung der Flüchtlinge durch Möbeltransporte unterstützt, dafür gesorgt, dass die Teiche im Stadtpark mit Sauerstoff versorgt werden und weitere Aufgaben übernommen, die in der Einsatzstatistik gar nicht auftauchen“, erklärt Feuerwehrchef Thorsten Bettin.

 

Bei ihren Einsätzen retteten die Ehrenamtlichen 48 Menschen aus Notlagen, für drei kam jede Hilfe zu spät. „Nach einer Türöffnung wurde eine tote Person entdeckt, die dort schon längere Zeit gelegen hatte. Belastend und intensiv von der psychologischen Nachbereitung her waren die beiden Selbstmorde zweier junger Menschen auf der Bahnstrecke“, so Bettin. Danach mussten die Feuerwehrmänner den Bestattern helfen und Leichenteile einsammeln – und in Nachsorgegesprächen selbst über die belastenden Eindrücke reden, um sie verarbeiten zu können.

 

Das größte Feuer seit Jahren verzeichneten die Feuerwehrmänner an der Schützenallee, als dort im Oktober das Vereinsheim des SC nach einer Brandstiftung spektakulär in Flammen aufgegangen war. „Unser Einsatzspektrum reicht ansonsten von brennenden Altpapiercontainern über die Hilfe nach Unfällen bis zu Einsätzen, bei denen Gefahrgut im Spiel ist“, berichtet Bettin. Am 4. Juli brauchten die Feuerwehrmänner im Stadtgebiet Unterstützung, nachdem kurz hintereinander am Wiesenweg und am Mühlenredder zwei Blitze in Häuser eingeschlagen und Brände ausgelöst hatten. Bettin: „Da konnten wir uns auf die umliegenden Wehren und die Kameraden aus Geesthacht verlassen.“

 

Obwohl fast 100 Männer in der Wehr aktiv sind, ist es tagsüber manchmal schon eng, was die Verfügbarkeit der Retter angeht. Bettin: „Da werden wir dieses Jahr etwas auf den Weg bringen müssen, was uns hilft, die Situation irgendwie zu verbessern.“ Frauen in der Feuerwehr (dafür wären ein An- oder Umbau am Gerätehaus erforderlich), oder mehr Feuerwehrleute, die in Schwarzenbek arbeiten aber außerhalb wohnen und dort in der Feuerwehr sind, könnten für eine Zweitmitgliedschaft gewonnen werden, um tagsüber in Schwarzenbek zu helfen. Außerdem setzt Bettin darauf, dass die Stadt künftig bei Einstellungen bevorzugt Feuerwehrleute berücksichtigt.

 

„Die Zusammenarbeit mit  der Stadt und dem neuen Ordnungsamtsleiter ist sehr gut", so Bettin.

Am 26. Juni treffen sich die besten Jugendfeuerwehren des Landes zur Meisterschaft in Schwarzenbek und am 1. und 2. Juli feiern Schwarzenbeker Feuerwehrmänner und die Kameraden der Amtswehren das Amtswehrfest und das 40-jährige bestehen der Schwarzenbeker Jugendfeuerwehr.

 

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