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Schwarzenbek

Digitalfunk für die Feuerwehr Schwarzenbek

Mittwoch, 23.11.2016 12:52 von Jan Piossek

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100.000 Euro lässt sich die Stadt Schwarzenbek die Ausstattung ihrer Feuerwehr mit modernem Digitalfunk kosten. Das Projekt zur Umstellung der veralteten analogen Technik auf die eigentlich schon 2006 zur Fußballweltmeisterschaft in Deutschland angedachte digitale Technik hat jetzt mit mehr als  zehnjähriger Verspätung begonnen. „Im ersten Schritt wird unser Funktisch in der Feuerwache ausgerüstet. Danach folgen dann die Fahrzeuge, dort fehlen aber noch Teile“, erklärt Feuerwehrchef Thorsten Bettin. Er schätzt, dass wohl ab Mitte Januar in Schwarzenbek ausschließlich digital gefunkt wird. „Wir erhoffen uns davon einzig und allein eine bessere Qualität bei der Kommunikation“, so Bettin. Die analoge Technik wurde seit Jahren nicht mehr gepflegt.

 

Helge Schlinzig und Norbert Müller, Techniker der Firma Sinus, haben im Funkraum der Wache an der Lauenburger Straße ordentlich zu tun. „Wir bauen auf einen Stand von 1999, damals wurde der Funktisch eingebaut, auf. Da muss man schon sehen, dass man alles zusammen bekommt“, sagt Müller. Vorteil: Er war auch schon 1999 dabei. Die Firma Sinus stattet viele Wehren, Fahrzeuge und Leitstellen, auch die in Bad Oldesloe, mit Digitaltechnik aus. Größere Funktische, wie der in Schwarzenbek, sind kreisweit nur in den Städten vorhanden.

„Anfang 2013 mussten wir bereits melden, was wir an Technik benötigen. Damals hatte es eine Sammelbestellung gegeben“, sagt Bettin. Dadurch wollte man sich günstige Preise sichern. Doch bis ins Detail konnte damals niemand planen, was tatsächlich benötigt wird. Und auch nicht, was im Detail geliefert wird. So sind die Funkantennen für die Fahrzeuge nur mit kleinen Schrauben gesichert, was für die Fahrzeuge der Feuerwehr, die auch mal durch Gelände müssen, wo sie abknicken können, nicht geeignet. Außerdem müssen für die Sprecharmatur des Einsatzstellenfunks noch zusätzliche Halterungen beschafft werden. Bettin: „Unsere Fahrzeuge rüsten wir deshalb erst um, wenn alle Teile vorhanden sind.“ Pro Auto benötigen die Techniker einen Tag.

 

Um mit den Wehren des Amtes Schwarzenbek-Land, die teilweise schon den Digitalfunk nutzen, kommunizieren zu können, werden bereits tragbare Geräte genutzt. Das half zuletzt am Mittwoch, als Schwarzenbek mit analoger Technik zu einem angeblichen Scheunenbrand nach Elmenhorst mit digitaler Technik ausgerückt war. Unterwegs konnte zum Einsatzleiter digital Einsatzabbruch für Schwarzenbeks Wehr gefunkt werden, der es dann an die anderen Kräfte übermittelte.

Die kreisweite Umrüstung auf Digitalfunk hatte bereits im September begonnen. Lauenburg und das Amt Berkenthin nutzen es bereits, Geesthacht, das Amt Hohe Elbgeest und die Region Büchen folgen, dann Mölln und Ratzeburg.

 

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