Feuerwehr

Schwarzenbek

Übung Abrisshaus

Montag, 17.03.2014 21:00 von Tobias Eggers

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Bevor der Bagger beim Abriss des ehemaligen Wohn- und Geschäftshauses an der Hamburger Straße, Ecke Gülzower Straße Tabularasa machte, durften sich in dem Abbruchhaus noch einmal die freiwilligen Feuerwehrleute austoben. „Ohne Rücksicht auf Verluste konnten wir hier wirklich einmal das taktische Vorgehen von der Türöffnung bis zur Brandbekämpfung ausgiebig trainieren“, berichtete Gruppenführer Olaf Klask. Er hatte gemeinsam mit Gruppenführer Timo Lehmann ein Übungsszenario für 20 Feuerwehrmänner ausgearbeitet.

 

Splitternd gibt das Holz nach, als die mächtige Axt des Angriffstrupps in der Tür einschlägt. Klask: „Normalerweise müssen wir ja bei unseren Übungen immer ganz vorsichtig vorgehen, um keine Kratzer zu hinterlassen. Hier war das egal und wir konnten allein auf das schnelle Vorgehen zur Menschenrettung bedacht alles so tun, wie es auch im Ernstfall gemacht wird.“ Also die Tür mit der Axt geöffnet, mit der Wärmebildkamera die Räume nach Vermissten abgesucht, diese mit routinierten Handgriffen gerettet und das im Kamin lodernde Übungs-Feuer gesucht und mit Löschschaum bekämpft. Theaternebel sorgte für eine undurchdringliche Wand wie aus echtem Brandrauch.

Solche Übungsobjekte haben wir nur sehr selten zur Verfügung. Umso schöner, dass der Besitzer und der Abbruchunternehmer uns diese Möglichkeit eingeräumt haben, bevor das Gebäude dem Erdboden gleich gemacht wurde“, sagte Feuerwehrchef Martin Schröder. Er hofft, demnächst auch an der Lauenburger Straße vor einem geplanten Abriss eine ähnliche Übung absolvieren zu können. An der Gülzower Straße plant die Gärtnerei Scheumann eine Verkaufsgärtnerei, dafür wird das Gelände jetzt planiert

Eineinhalb Stunden lang arbeiteten sich die Feuerwehrleute durch das gesamte Haus, stiegen über Leitern ins erste Obergeschoss, trainierten die Überwachung der Feuerwehrleute, die Atemschutzgeräte tragen und das Zusammenspiel der beiden Gruppen beim Aufbau einer Wasserversorgung aus einem Hydranten. In diesem Jahr waren die ehrenamtlichen Retter der Stadt bereits 29 Mal im Einsatz.

 

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