Feuerwehr

Schwarzenbek

Kathastrophrnschutzübung

Samstag, 21.04.2012 08:00 von Jan Piossek

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Unter dem Motto „Flugunfall 2012“ trainierten am Sonnabend mehr als 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in Büchen den Einsatz nach einem Flugzeugunglück. Angenommene Lage: Eine Passagiermaschine und ein Transportflugzeug sollten kollidiert sein. Beide Maschinen sind dann nördlich des Heidewegs auf einer Wiese gelandet. Es gibt Tote und Verletzte, Feuer und beschädigte Fässer mit Gefahrgut als Inhalt aus dem Transportflugzeug. Insgesamt haben die Organisatoren unter Regie der Bundespolizei ein Szenario auf einer Fläche von der Größe zweier Fußballfelder hergerichtet.

Um Punkt 10 Uhr am Sonnabend gab es den Alarm für die ersten Einsatzkräfte, darunter die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Büchen. Später kam auch eine Einheit der FF Schwarzenbek mit dem LF 20/16 und dem MZF zum Einsatz. Weitere Kräfte aus Schwarzenbek waren im Rahmen des Einsatzes des "Löschzug Gefahrgut" dabei.

Als die Einsatzkräfte wenig später am Heideweg vor Ort waren, fanden sie folgende Szene vor: Eine Flugzeugattrappe qualmte, ein echte Wrack eines Transporthubschraubers war mit Übungsnebel umhüllt. Auf der Wiese lagen weit verstreut Flugzeugsitze, Kabinenschränke und Gefahrgutfässer herum. Mehr als ein halbes Jahr lang hatte ein Organisationsteam die Übung vorbereitet. Bundespolizisten fungierten als Opfer, ein Schminktrupp hatte sie mit möglichen Verletzungen „hergerichtet“.

Während Feuerwehrleute nach und nach die Verletzten aus den beiden Flugzeugen retteten – die Passagiermaschine wurde durch einen Linienbus, der mit einer großen Plane im Design eines Flugzeugs überspannt war – retten, übernahmen anrückten Helfer des Rettungsdienst die Sichtung und Versorgung der Verletzten. Die Sichtung und Beurteilung der Verletzten ist bei so einer Großschadenslage die Voraussetzung für einen reibungslose Versorgung der Opfer. Farbige Karten, die die Verletzten als Anhänger um bekamen, gaben Aufschluss über ihren Zustand. Grün steht für leicht verletzt, rot für Lebensgefahr – und blau für Tote oder Verletzte, deren Verletzungen nicht mehr mit dem Leben zu vereinbaren sind. Eine schwere Beurteilung, die die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes notfalls tatsächlich treffen müssen, um denen, die gerettet werden können, die beste Hilfe zu ermöglichen.

Der Kreis ist für den Katastrophenschutz verantwortlich, so dass Landrat Gerd Krämer und Kreispräsident Meinhard Füllner sich in Büchen persönliche Eindrücke vom Übungsverlauf verschafften. Insgesamt waren die verantwortlichen mit der Bewältigung des Szenarios zufrieden. Offizielle Beobachter hatten sich Notizen gemacht, die in Nachbesprechungen der Einsatzkräfte thematisiert werden sollen.

 

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