Feuerwehr

Schwarzenbek

Jahreshauptversammlung 2018

Montag, 22.01.2018 17:33 von Jan Piossek

Zur Galerie, Bild anklicken

Die Freiwillige Feuerwehr Schwarzenbek rüstet für die Zukunft auf: Um steigenden Einsatzzahlen und anspruchsvoller Ausbildung gerecht werden zu können, wird in neue Fahrzeugtechnik investiert, soll das Gerätehaus erweitert werden, wird moderne Schutzkleidung beschafft, gibt es mit Mareen Ohle eine neue Fachbereichsleiterin innerhalb der Stadtverwaltung für Feuerwehrangelegenheiten und es soll – voraussichtlich noch vor den Sommerferien – eine Kinderabteilung für Sechs- bis Zehnjährige zur Sicherung des Nachwuchses gegründet werden. Das berichteten Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig und Feuerwehrchef Thorsten Bettin während der Mitgliederversammlung.

Die Bürgermeisterin erklärte, dass allein 2018 im Haushalt 850 000 Euro für die Feuerwehr vorgesehen seien. Fast die Hälfte davon wird ein modernes Löschgruppenfahrzeug (LF) kosten, das im Juni in Dienst gestellt werden soll. Ein weiteres LF soll 2019 folgen. Ersetzt werden jeweils weniger Schlagkraft bietende Tanklöschfahrzeuge. Um die Fahrzeuge unterstellen zu können und auch die Betreuung des Nachwuchses gewährleisten zu können, sind dringend neue Garagen und Räume erforderlich. „Nach jetziger Planung soll es rechtzeitig vor dem zweiten Löschfahrzeug fertig werden“, sagte Ute Borchers-Seelig. Sie erklärte, dass das Thema „für alle Fraktionen höchste Priorität“ habe.

„Wir werden weiter an der Optimierung der Ausrüstung unserer Feuerwehr arbeiten“, machte die Bürgermeisterin deutlich. Die Retter müssen mit der wachsenden Stadt Schritt halten, um weiterhin effektiv arbeiten zu können. Deshalb sei es wichtig, so die Bürgermeisterin, auch mit dem Anbau „ein attraktives Umfeld“ für das Ehrenamt zum Wohle der Bürger zu schaffen. Bettin mahnte an, dass man sich auch über hauptamtliches Personal für die Feuerwehr Gedanken machen müsste. So würde es in Geesthacht und bald auch in Ratzeburg feuerwehrtechnische Sachbearbeiter für Verwaltungsaufgaben geben, um die Wehrführung von Bürokratie zu entlasten.

Der Feuerwehrchef sprach aber auch kritische Töne an. Etwa die Reaktion eines Mannes, in dessen Bruders Wohnung die Feuerwehr wegen eines piependen Rauchwarnmelder aufgrund auf dem Herd angebrannten Essens einsteigen musste. Der Mann verlangte von den Rettern einen Durchsuchungsbeschluss. „In einem Ton, wo man sich fragt, warum macht man das hier“, berichtete Bettin von Pöbeleien. Zum Glück handelt es sich dabei noch um Ausnahmefälle, doch die zeigen, dass auch in Schwarzenbek die Situation schwieriger werde, hieß es. 279 Mal musste die Feuerwehr 2017 ausrücken – so oft wie nie in ihrer 133-jährigen Geschichte. 68 Menschen wurden aus Notlagen gerettet. Die Bürgermeisterin dankte dafür nicht nur den Feuerwehrleuten, sondern ausdrücklich auch deren Familien.

Die Aktiven bestätigten Jan Piossek in seinem Amt als Zugführer. „Er gehört zu unseren Impulsgebern“, lobte Bettin. Mit Rene Riese tritt ein neuer Gruppenführer seinen Dienst an.

 

Wahlen

Zum Zugführer wurde Jan Piossek gewählt.

Jan Piossek

Zum Gruppenführer wurde René Riese gewählt.

 

Zum stellv. Gruppenführer wurde Daniel Butkarn gewählt.

 

Beförderungen

Zum Feuerwehrmann wurden befördert:

Feuerwehrmann

Lukas Dommisch

Dean Neckritz

Bjarne Ohms

 Zum Oberfeuerwehrmann wurde befördert:

Oberfeuerwehrmann

Simon Steffen

 Zum Hauptfeuerwehrmann wurde befördert:

Oberfeuerwehrmann

Pascal Hildebrand

Sönke Hilger

Falk Milbrandt

 Zum Hauptfeuerwehrmann *** wurde befördert:

Oberfeuerwehrmann

Thilo Winkler

Zum Löschmeister wurden befördert:

Löschmeister

Daniel Butkarn

Aron Ludwig

 

Ehrungen

Für 10-Jährige Mitgliedschaft wurde geehrt:

30 Jahre

Falk Milbrandt

Siemon Steffen

Für 20-Jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:

30 Jahre

Olaf Klask

Roland Schicke

Für 25-Jährige Aktive Mitgliedschaft wurden mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber geehrt:

Brandschutzehrenzeichen in Silber

André Kirscht

Christof Jansky

Björn Schmidt

Für 40-Jährige Aktive Mitgliedschaft wurden mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold geehrt:

Brandschutzehrenzeichen in Silber

Thorsten Klettka

Ralf Krolow

Michael Wulf

Mit dem Feuerwehr-Fitnessabzeichen in Gold wurden geehrt:

Brandschutzehrenzeichen in Silber

Ulrich Liedke

 

 

Rück- und Ausblick 2017/2018

Dienstag, 02.01.2018 12:30 von Jan Piossek

Zur Galerie, Bild anklicken

Neue persönliche Schutzausrüstung für alle 100 Retter, ein neues Löschgruppenfahrzeug mit extra großem Wassertank, die Gründung einer Kinderabteilung, die Planungen für eine Erweiterung des Gerätehauses: Schwarzenbeks Feuerwehrleute stehen in diesem Jahr vor großen Veränderungen. „Politik und Verwaltung haben erkannt, dass etwas passieren muss, damit die Feuerwehr in der wachsenden Stadt ihre Schlagkraft behält“, erklärt Feuerwehrchef Thorsten Bettin. Denn im vergangenen Jahr gab es mit 279 Einsätzen einen neuen Rekord – ausschließlich durch ehrenamtliche Arbeit bewältigt. Zum Vergleich: Geesthacht hat knapp 60 mehr, Lauenburg 90 weniger.

„Das vergangene Jahr hat uns schon ordentlich gefordert“, zieht Bettin Bilanz. 68 Menschen konnten aus Notlagen gerettet werden. Zahlreiche Brandstiftungen und zwei Stürmen sorgten für ungewöhnlich viel Arbeit. Und dann haben Schwarzenbeks Retter noch die RescueDays, die weltweit größte Ausbildungsveranstaltung für Feuerwehrleute, organisiert. „Das war ein einmaliges Spektakel, mit dem wir einen guten Eindruck in der Szene hinterlassen und selbst sehr umfangreich vom Wissen der 100 internationalen Ausbilder profitiert haben“, sagt Bettin.

Allein an Neujahr mussten die Feuerwehrleute schon zu fünf Einsätzen – drei Brände und zwei ausgelöste Brandmeldeanlagen – ausrücken. Der Trend scheint sich also fortzusetzen.  Weil der Feuerwehrbedarfsplan für Schwarzenbek aufgrund von Einwohnerzahl, ansässigen Betrieben und vorhandener Infrastruktur höhere Forderungen an die Ausstattung der Feuerwehr setzt, sollen zwei Tanklöschfahrzeuge (sechs und drei Mann Besatzung, 22 und 36 Jahre alt) durch zwei moderne Löschgruppenfahrzeuge (jeweils neun Mann Besatzung) ersetzt werden. Bettin: „Ein erstes neues Fahrzeug erwarten wir zum Ende des ersten Halbjahres, ein zweites dann 2019.“

Nötig wird durch die neue Fahrzeuggeneration auch eine Erweiterung des Gerätehauses. „Die nötige Planung haben die Stadtverordneten noch 2017 beschlossen, wir hoffen 2020 auf eine Fertigstellung“, berichtet Bettin. Dann sollen auch die Jugendfeuerwehr und die geplante Kinderabteilung Platz bekommen. Im ersten Quartal sollen alle Retter der Stadt mit neuer Schutzkleidung – rote Jacken und dunkelblaue Hosen – ausgerüstet werden. „Dann sind wir erstmals seit Jahren alle auf einem Stand und wir konnten dank der Unterstützung der Stadt sogar ein Modell mit der höchsten zurzeit angebotenen Schutzwirkung beschaffen“, erklärt der Feuerwehrchef.

Sorgen bereitet ihm die steigende Bürokratie. So fehlt seit Jahren auf Landesebene eine Mustersatzung, was es in Einzelfällen schwierig macht, Formalien abzuklären. Außerdem müssen künftig einmal jährlich alle Fahrzeuge zu einem Sicherheitscheck des Aufbaus. „Das ist zwar gut und sinnvoll für unsere eigene Sicherheit, aber natürlich bedeutet das auch wieder einen zusätzlichen Aufwand“, sagt Bettin

 

Zugübungen im Dezember

Dienstag, 05.12.2017 21:11 von Jan Piossek

Zur Galerie, Bild anklicken

Trotz der vielen Alarme setzt die Feuerwehr auch weiterhin intensiv auf Aus- und Fortbildungen. So absolvierten die beiden Löschzüge von Jan Piossek und Timo Lehmann während des Übungsdienstes am Montagabend zwei parallele Einsatzübungen. Piossek trainierte mit seinem Zug bei EFG im Lupuspark, Lehmann bei Johns & Roepke an der Hamburger Straße. Bettin: „Ziel ist es, auf mögliche Einsatzszenarien vorbereitet zu sein. Da sind immer neue Übungsobjekte für uns natürlich wichtig, damit sich keine Routine einschleicht.“

Piossek ließ vor allem die Rettung über tragbare Leitern trainieren, bei Lehmann standen die Suche nach Vermissten und eine mögliche Brandbekämpfung im Vordergrund. Das Lager der Autowerkstatt an der Hamburger Straße hatte Lehmann mit Hilfe einer Nebelmaschine künstlich verqualmt. Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten gingen die Retter über eine steile Treppe sowie vom Korb der Drehleiter aus durch ein Fenster in den ersten Stock des Gebäudes vor. Dort musste sie sich bei extremen Sicherverhältnissen in unbekannter Umgebung  orientieren. Draußen wurde derweil die Versorgung mit Löschwasser aus einem Hydranten aufgebaut und der Übungsort ausgeleuchtet.

 

„Solche Übungen sind wichtig für uns, damit die Handgriffe immer wieder sitzen, auch, oder gerade, wenn man so gut wie nichts sehen kann“, erklärt Bettin. Alle zwei Wochen treffen sich die Feuerwehrleute zur Aus- und Fortbildung.

 

Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig hatte vor zwei Wochen spontan die Gelegenheit genutzt und sich bei den Ehrenamtlichen für deren Engagement bedankt. Wie wichtig die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute ist, zeigt die Zahl der geretteten Menschen: In diesem Jahr summiert die sich bereits auf 67. Darin enthalten sind nach Unfällen eingeklemmte Autoinsassen, hilflos in Wohnungen eingeschlossene Patienten, mit der Drehleiter unterstützte Rettungsaktionen bei Notarzteinsätzen  oder bei Bränden in Häusern in Sicherheit gebrachte Bewohner. „Meistens ist der Zeitfaktor für unseren Einsatzerfolg  entscheidend, deshalb ist es so wichtig, dass wir regelmäßig üben“, berichtet Bettin. Mehr als 90 Männer und eine Frau stehen bereit.

 

Um auch künftig auf ausreichend Nachwuchs bauen zu können, will die Feuerwehr für Kinder ab sechs Jahren bald auch eine Kinderabteilung gründen, wie es sie bereits in Geesthacht und Lauenburg gibt. Mit zehn Jahren würden deren Mitglieder dann in die bundesweit erfolgreiche  Jugendfeuerwehr und mit 18 Jahren in den Einsatzdienst wechseln können.

 

© 1883 - Freiwillige Feuerwehr Schwarzenbek. Alle Rechte vorbehalten.

KONTAKT & ANFAHRT IMPRESSUM
Mausklick deaktivieren