Feuerwehr

Schwarzenbek

Rescue Days haben begonnen

Samstag, 21.10.2017 15:18 von Jan Piossek

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Von wegen Europastadt! „Ich freue mich, dass wir dieses Wochenende Feuerwehrleute aus aller Welt bei uns zu Gast haben“, berichtete am Freitag Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig, als sie über die Übungsfläche der RescueDays an der Buschkoppel ging und die internationalen Gäste entdeckte. 150 der insgesamt 800 Teilnehmer, die bis Sonntag von der Schwarzenbeker Feuerwehr erwartet werden, kommen aus 20 Ländern von allen Kontinenten der Erde. Schwarzenbek dürfte zurzeit die sicherste Stadt Norddeutschlands sein.

„Es ist großartig, der erste Tag ist wunderbar gelaufen“, freute sich Feuerwehrchef Thorsten Bettin über den reibungslosen Ablauf zum Auftakt der RescueDays. Die sind die weltweit größte Ausbildungsveranstaltung für Feuerwehrleute. Teilnehmer wie Ausbilder sind international. Gerry Klaus beispielsweise, Trainer der Firma Weber Rescue Systems, kommt aus Amerika. „Wir gehen manchmal ganz anders vor als die Teilnehmer etwa hier aus Deutschland. Aber zusammen erfahren wir dann, welche Möglichkeiten es alles gibt, um einen Menschen aus einem Unfallwagen zu retten. Es ist gut, vorbereitet zu sein und nicht nur einen Weg zu kennen, um ans Ziel zu kommen“, sagte er. Markus Gültzow von der Feuerwehr Berlin, war von der ersten Einheit mit Klaus restlos begeistert. „Ich bin schwer beeindruckt. Die Theorie war informativ, aber nicht zu lang, und der praktische Teil lässt sich kaum toppen“, sagte er. 20 Berliner Retter sind in Schwarzenbek dabei – wegen der relativ kurzen Anbindung über die Autobahn 24, sind die RescueDays 2018 doch im Saarland.

Vor drei Jahren hatten Bettin und Jan Piossek, Zugführer der Schwarzenbeker Wehr, erstmals zur Firma Weber Kontakt aufgenommen und sich dann um die Ausrichtung der RescueDays beworben. Im Frühjahr 2016 kam der Zuschlag. „Seit dem haben wir unzählige Stunden in die Organisation gesteckt. Aber unsere Kameraden und all die Helfer, die uns von anderen Wehren unterstützen, erleben hier hochklassige Ausbildung hautnah, das ist doch unbezahlbar“, so Bettin. Ein stabsmäßiges Organisationsteam, wie es sonst im Katastrophenfall üblich ist, wurde für die Vorbereitungen eingerichtet.

Etwa 250 Ehrenamtliche unterstützen den Ablauf an der Buschkoppel noch bis Sonntag. Dann laufen von 11 bis 17 Uhr auch zusätzlich an der Compestraße ein öffentlicher Zuschauertag und eine Fachmesse im Rahmen der RescueDays. „Wir wollen die Chance nutzen, uns zu präsentieren, vielleicht motiviert das ja auch noch den einen oder anderen Besucher, bei uns aktiv mitzumachen“, erklärte Bettin.

 

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