Feuerwehr

Schwarzenbek

Zugübungen im Dezember

Dienstag, 05.12.2017 21:11 von Jan Piossek

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Trotz der vielen Alarme setzt die Feuerwehr auch weiterhin intensiv auf Aus- und Fortbildungen. So absolvierten die beiden Löschzüge von Jan Piossek und Timo Lehmann während des Übungsdienstes am Montagabend zwei parallele Einsatzübungen. Piossek trainierte mit seinem Zug bei EFG im Lupuspark, Lehmann bei Johns & Roepke an der Hamburger Straße. Bettin: „Ziel ist es, auf mögliche Einsatzszenarien vorbereitet zu sein. Da sind immer neue Übungsobjekte für uns natürlich wichtig, damit sich keine Routine einschleicht.“

Piossek ließ vor allem die Rettung über tragbare Leitern trainieren, bei Lehmann standen die Suche nach Vermissten und eine mögliche Brandbekämpfung im Vordergrund. Das Lager der Autowerkstatt an der Hamburger Straße hatte Lehmann mit Hilfe einer Nebelmaschine künstlich verqualmt. Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten gingen die Retter über eine steile Treppe sowie vom Korb der Drehleiter aus durch ein Fenster in den ersten Stock des Gebäudes vor. Dort musste sie sich bei extremen Sicherverhältnissen in unbekannter Umgebung  orientieren. Draußen wurde derweil die Versorgung mit Löschwasser aus einem Hydranten aufgebaut und der Übungsort ausgeleuchtet.

 

„Solche Übungen sind wichtig für uns, damit die Handgriffe immer wieder sitzen, auch, oder gerade, wenn man so gut wie nichts sehen kann“, erklärt Bettin. Alle zwei Wochen treffen sich die Feuerwehrleute zur Aus- und Fortbildung.

 

Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig hatte vor zwei Wochen spontan die Gelegenheit genutzt und sich bei den Ehrenamtlichen für deren Engagement bedankt. Wie wichtig die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute ist, zeigt die Zahl der geretteten Menschen: In diesem Jahr summiert die sich bereits auf 67. Darin enthalten sind nach Unfällen eingeklemmte Autoinsassen, hilflos in Wohnungen eingeschlossene Patienten, mit der Drehleiter unterstützte Rettungsaktionen bei Notarzteinsätzen  oder bei Bränden in Häusern in Sicherheit gebrachte Bewohner. „Meistens ist der Zeitfaktor für unseren Einsatzerfolg  entscheidend, deshalb ist es so wichtig, dass wir regelmäßig üben“, berichtet Bettin. Mehr als 90 Männer und eine Frau stehen bereit.

 

Um auch künftig auf ausreichend Nachwuchs bauen zu können, will die Feuerwehr für Kinder ab sechs Jahren bald auch eine Kinderabteilung gründen, wie es sie bereits in Geesthacht und Lauenburg gibt. Mit zehn Jahren würden deren Mitglieder dann in die bundesweit erfolgreiche  Jugendfeuerwehr und mit 18 Jahren in den Einsatzdienst wechseln können.

 

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