Feuerwehr

Schwarzenbek

Gefahrguteinsatz

Sonntag, 29.05.2011 14:55

Einsatzort: Max-Plank-Str. , 21502 Geesthacht
Schleife: L - Löschzug-Gefahrgut
  Fahrzeuge: KdoW, TLF 16/25, ReakErkTrKw

Bei einem Unfall in einem Labor des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG, früher GKSS-Forschungszentrum) sind am Sonntag drei Mitarbeiter verletzt worden. Eine junge Frau, die gerade an ihrer Doktorarbeit forschte, musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden.

"Was genau passiert ist, müssen wir noch klären", sagte Heidrun Hillen, die Sprecherin des HZG. Die Doktorandin hatte durch den Umgang mit Salpetersäure Verätzungen und durch Glassplitter des geplatzten Säuregefäßes schlimme Schnittwunden und Augenverletzungen erlitten. Auch zwei ihrer Kollegen wurden bei dem Zwischenfall im Institut für Werkstoffforschung verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Nach dem Unglück rückten die Feuerwehr und der Rettungsdienst mit einem Großaufgebot an. Mehr als 100 Helfer waren mit 30 Fahrzeugen am Helmholtz-Zentrum an der Max-Planck-Straße im Einsatz. "Glücklicherweise stellte sich schnell heraus, dass einerseits nicht noch weitere Menschen in dem betroffenen Gebäude waren und es sich bei der Menge der Chemikalie um eine Labormenge, also keine allzu große Größenordnung handelte", sagte Geesthachts Feuerwehrchef Sven Albrecht.

Die Feuerwehr schickte ihre Gefahrgut-Spezialisten in den Einsatz, die sich dank ihrer Schutzanzüge ins Labor wagen konnten. Dort streuten sie die ausgelaufene Salpetersäure ab, fingen das Bindemittel auf und spülten den Fußbodenabfluss, um die Gefahr einer Verfestigung und möglicherweise daraus resultierenden explosiven Reaktion der Chemikalie zu verhindern.

Viereinhalb Stunden dauerte der Einsatz. Aus Schwarzenbek war die Erkundereinheit des Löschzug gefahrgut gemäß Alarm- und Ausrückeordnung mit im Einsatz.

 

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