Feuerwehr

Schwarzenbek

VU Person klemmt

Dienstag, 10.11.2015 19:38

Einsatzort: B 404 , 21493 Schwarzenbek
Schleife: 1 - Einsatz Groß
  Fahrzeuge: KdoW, TLF 16/25, HLF 20/16, LF 20/16, RW 2

Mit schweren Verletzungen hat eine 24 Jahre alte Autofahrerin aus Brandenburg einen Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Lastwagen auf der Bundesstraße 404 in Höhe der Autobahn 24 bei Kasseburg überlebt. Fast zwei Stunden lang war sie in ihrem Peugeot eingeklemmt, ehe Feuerwehrleute sie aus dem völlig zerstörten Wagen retten konnten. Der Fahrer des Lasters (54) wurde nur leicht verletzt.

 

„Das war die aufwendigste technische Rettung, die wir seit Jahren nach einem Verkehrsunfall durchführen mussten“, erklärte Jan Piossek, Zugführer der Feuerwehr Schwarzenbek. Feuerwehrleute aus Schwarzenbek und Kasseburg arbeiteten Hand in Hand an der Rettung der Frau, ein Notarztteam versorgte die Verletzte die ganze Zeit über. Piossek: „Die Frau saß gar nicht mehr richtig auf ihrem Sitz, das hat es für uns schwierig gemacht. Durch die Wucht des Aufpralls war sie in einen Zwischenraum zwischen der ausgebeulten Fahrertür und dem Sitz gerutscht, wobei ihre Beine vom Armaturenbrett eingeklemmt wurden.“

 

Zwei Feuerwehrleute stützten die Frau, während mit zahlreichen Rettungsgeräten am Wrack gearbeitet wurde. Da die Frau trotz ihrer schweren Verletzungen die ganze Zeit über ansprechbar war, konnte sie immer sagen, wo sie etwas fühlt. „Wir mussten extrem vorsichtig vorgehen, um durch unsere Maßnahmen, bei denen wir Teile des Autos bewegten, die Frau nicht noch mehr einzuklemmen“, berichtet Piossek. Zwei Rettungsspreizer, ein Hydraulikzylinder, eine Rettungsschere und eine Minihebesatz kamen zum Einsatz. Zuletzt wurden mit einer elektrischen Säbelsäge noch Teile des Armaturenbretts entfernt. „Das alles hat natürlich seine Zeit gedauert. Aber alle Bemühungen waren erfolgreich, wir konnten die Frau an den Rettungsdienst übergeben“, sagt Piossek. Der brachte sie ins Krankenhaus.

 

Wie es gegen 19.30 Uhr zu dem Unfall kam, ist nach Polizeiangaben noch unklar. Die Beamten zogen zur Ursachenforschung einen Gutachter zu. Für dessen Arbeit war die Bundesstraße zwischen der A 24 und der Abfahrt Grande bis 23 Uhr voll gesperrt. Fest steht bisher nur, dass die 24-Jährige in Richtung Norden unterwegs und wahrscheinlich auf die Gegenfahrbahn geraten war.

 

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