Feuerwehr

Schwarzenbek

Kellerbrand

Montag, 10.11.2014 12:01

Einsatzort: Blinde Koppel , 21493 Schwarzenbek
Schleife: 1 - Einsatz Groß
  Fahrzeuge: KdoW, MZF, TLF 8/18, TLF 16/25, DL(A)K23/12, LF 20/16, RW 2, GW-N, ReakErkTrKw

Brenzlige Situation am Montagnachmittag bei einem Kellerbrand in der Blinden Koppel. Im Keller einer Doppelhaushälfte war aus noch unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Ein Feuerwehrmann erlitt eine Rauchgasvergiftung nach dem das Atemschutzgerät ausfiel. Große Hitze, die sich mangels Abzugsöffnung im Keller staute, stellte die Feuerwehrleute zeitweise vor große Problem. “Es war anfangs so extrem heiß im Keller, dass die Trupps zum Löschen nicht bis an den Brandherd vordringen konnten”, berichtete Feuerwehrchef Thorsten Bettin. Er leitete den Einsatz der 40 Feuerwehrleute aus Schwarzenbek, Kollow und Elmenhorst.

Nachbarn hatten gegen 12 Uhr einen piependen Rauchmelder wahrgenommen und beim Nachsehen bemerkt, dass aus einer Tür des Hauses bereits Qualm drang. Sofort forderten sie über den Notruf 112 die Feuerwehr an.

„Weil niemand mehr im Haus war, konnten wir uns direkt auf die Löscharbeiten konzentrieren“, sagte Bettin. Die bei dem Feuer aufgetretene Hitze, die sich mangels Abzugsöffnung im Keller staute, stellte die Feuerwehrleute jedoch zeitweise vor große Probleme. „Es war anfangs so extrem heiß, dass die Trupps zum Löschen nicht bis an den Brandherd vordringen konnten“, berichtete Schwarzenbeks Feuerwehrchef Thorsten Bettin. Um sich bei den Löscharbeiten zu helfen, öffneten die Feuerwehrleute vorne und hinten am Haus die Lichtschächte zum Keller und fluteten die Räume von außen durch die Kasematten mit Löschschaum. Als die Feuerwehrmänner später aus dem Keller kamen, sahen sie aus, als hätten sie im Schnee gestanden. Der Löschschaum klebte an ihren Schutzanzügen, doch er entfaltete seine gewünschte Wirkung.
Der Rauch aus dem Keller zog in der Zwischenzeit über die Kellertreppe durch die offene Küche und weiter bis ins Dachgeschoss. Mit einem an der Drehleiter befestigten Lüfter wurde über eine geöffnetes Dachfenster der Rauch ins Freie gedrückt.

Ein Atemschutztrupp war über die Drehleiter in das Dachgeschoss des Hauses eingestiegen und hatte dort die Räume überprüft. Bei einem der Feuerwehrmänner lieferte das Atemschutzgerät plötzlich keine Atemluft mehr. Möglicherweise kam er auf dem Weg ins Erdgeschoss mit dem Flaschenventil im engen Treppenhaus des Einfamilienhauses zu oft mit dem Rücken an die Wand und drehte so unbewusst das Ventil zu, bis die Luftzufuhr unterbrochen war. Bettin: “Er konnte sich, als er den Defekt bemerkte, zum Glück noch selbst ins Freie retten, atmete dabei aber Rauch ein.” Er wurde vom Rettungsdienst vorsorglich ins Unfallkrankenhaus nach Hamburg-Boberg gebracht. Konnte dieses aber am selben Tag wieder verlassen.

Die Ausbildung für den Einsatz mit Atemschutz ist bei uns sehr hoch angesiedelt. Außerdem haben wir ein Notfallkonzept für den Fall, dass genau solche Dinge wie bei dem Einsatz passieren”, erklärt Bettin. Wäre es nötig gewesen, hätte sofort ein Trupp zur Rettung des betroffenen Feuerwehrmannes mit einem Rettungsset in das brennende Haus gehen können.

Um in dem verqualmten Wohnhaus arbeiten zu können, mussten sich die Feuerwehrleute durch Atemschutzgeräte schützen. Deshalb forderten die Schwarzenbeker Retter Verstärkung aus Kollow und Elmenhorst an. Der Einsatz dauerte mehr als drei Stunden. Auch Ordnungsamtsleiterin Petra Scheerer machte sich an der Einsatzstelle ein Bild von der Lage. Das Haus gilt jetzt als unbewohnbar, die von dem Brand betroffene Familie kam bei Verwandten unter.

 

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