Feuerwehr

Schwarzenbek

Wohnungsbrand (FEU Y)

Mittwoch, 26.10.2016 02:22

Einsatzort: An der Steinau , 21493 Sahms
Schleife: 1 - Einsatz Groß
  Fahrzeuge: KdoW, MZF, TLF 16/25, DL(A)K23/12, HLF 20/16, LF 20/16, RW 2

Das hätte aber auch schief gehen können: Weil die Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft scheinbar nicht wusten, wie sie sich beim Piepen eines Rauchwarnmelders zu verhalten haben, wurde die Feuerwehr in der Nacht zu Mittwoch erst sehr spät alarmiert, nachdem ein Brand ausgebrochen war. „Fünf Minuten später und das Haus wäre wohl nicht mehr zu retten gewesen“, vermutete Schwarzenbeks Feuerwehrchef Thorsten Bettin. Die Flammen hatten sich bereits ins Dach des mehrfach umgebauten Hauses der früheren Schäferei gefressen. Über zwei Stunden dauerte es, alle Brandnester in den Hohlräumen freizulegen und abzulöschen.

Der Bewohner der betroffenen Wohnung im zweiten Obergeschoss war so sehr in Rage, dass Polizisten ihn niederringen und in Handschellen legen mussten. Er kam anschließend vorübergehend ins Gewahrsam.

In der Küche des Syrers war das Feuer aus noch ungeklärten Gründen ausgebrochen. Um 2.23 Uhr wurde schließlich die Feuerwehr alarmiert. Wer sie angefordert hatte, war zunächst unklar. Der Syrer regte sich nach Erkenntnissen der Feuerwehr so massiv auf, weil es angeblich schon eine Stunde bei ihm gebrannt hätte und die Feuerwehr nicht gekommen sei. Nur hatte die bis dahin niemand informiert. Eine Nachbarin fragte später die Polizisten, was sie denn hätte tun sollen, der Rauchmelder hätte doch gepiept. „Immer 110 wählen“, sagte der Polizist.

„Das Verhalten des Mannes war für uns eine neue Erfahrung, das haben wir so auch noch nicht erlebt“, erklärte Amtswehrführer Wolf-Dieter Abel. „Auf so etwas muss man sich wohl einstellen“, sagte Abel.

Als Einsatzleiter Henning Schütte mit den ersten Sahmser Feuerwehrleuten an der Einsatzstelle war, zog aus den Dachfenstern bereits dichter Qualm. Unterstützung aus Schwarzenbek, Grabau und Elmenhorst war zu dem Zeitpunkt bereits unterwegs. Dichter Nebel behinderte deren Anfahrt. Schütte: „Die Bewohner hatten sich zum Glück ins Freie gerettet. Das Gebäude ist sehr unübersichtlich, wir mussten zunächst den genauen Brandherd erkunden, haben dann aber sofort den Innenangriff aufgenommen.“. Aus Büchen kam später noch eine Wärmebildkamera dazu. Schließlich waren 70 Feuerwehrleute aus fünf Wehren im Großeinsatz.

Geschützt durch Atemschutzgeräte konnte der Brand im zweiten Obergeschoss der ehemaligen Schäferei von den Einsatzkräften gelöscht werden. Verletzt wurde niemand, vorsorglich war aber auch ein Großaufgebot des Rettungsdienstes alarmiert worden. Teile der Kücheneinrichtung sowie die Wand- und Deckenverkleidungen mussten demontiert werden, um an verborgene Brandnester zu gelangen. Die Schadenshöhe war zunächst unklar.

 

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