Feuerwehr

Schwarzenbek

Gasaustritt

Mittwoch, 30.11.2016 22:19

Einsatzort: Hamburger Straße , 21493 Schwarzenbek
Schleife: 3 - Einsatz Mittel 2, E - Erkunder
  Fahrzeuge: KdoW, MZF, TLF 16/25, HLF 20/16, ReakErkTrKw, P 250

Explosionsgefahr an der Hamburger Straße: In der Nacht zum Donnerstag war die Schwarzenbeker Ortsdurchfahrt eineinhalb Stunden lang voll gesperrt. Auf dem Gelände der Classic-Tankstelle trat Autogas aus den Rohrleitungen eines unterirdischen Tanks aus. Ursache dürfte ein defekt an einem Ventil gewesen sein. Der Feuerwehr gelang es, die Situation zu entschärfen. Der Betreiber muss jetzt den Service mit einer Überprüfung beauftragen.

Gegen 22.15 Uhr wollte ein Mann seine Freundin, die auf der Tankstelle arbeitet, abholen. „Dabei stellte er ein merkwürdiges zischendes Geräusch fest. Nachdem er gesehen hatte, dass das Zischen aus dem Bereich des Gastanks kam, wählte er sofort den Notruf 112 und forderte die Feuerwehr an“, berichtete Thorsten Bettin, Chef der Schwarzenbeker Wehr. Bettin: „Unsere Messgeräte schlugen sofort an, daraufhin haben wir den Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt. Zwischen Gülzower Straße und Königsberger Allee wurde die B 207 voll gesperrt.

„Aus den Leitungen eines unterirdischen Tanks, der mit Autogas gefüllt war, trat Gas aus“, erklärte Bettin. Zunächst durch Atemschutzgeräte,, später auch durch Hitzeschutzanzüge geschützt, erkundeten die Feuerwehrmänner die Situation. Sich Zugang zu dem Rohrsystem zu verschaffen und die Stelle, an der das Gas austrat, zu lokalisieren, war nicht nur gefährlich, sondern auch langwierig. Deshalb kamen auch Einsatzkräfte des Löschzug Gefahrgut des Kreisfeuerwehrverbandes, Gefahrgut-Spezialisten aus Geesthacht und Spezialwerkzeug zum Einsatz. Bettin: „Dieses Spezialwerkzeug reißt keine Funken, wenn es mit Metall in Berührung kommt. Das musste ja unbedingt verhindert werden, um keine Explosion auszulösen.“

Vorsichtig konnten die Feuerwehrmänner die Abdeckplatte des Tankschachts öffnen. Sofort roch es an der Einsatzstelle stark nach Gas. Bei einem möglichen Brand hätten die in Hitzeschutzkleidung gehüllten Retter sofort mit Pulver, Schaum und Wasser löschen können.

„Letztendlich war ein kleines Ventil defekt, aus dem das Gas ausströmte. wahrscheinlich auch schon längere zeit, es hatte vorher nur niemand bemerkt“, so Bettin. Nachdem gegen 23.45 Uhr alle Leitungen verschlossen waren, strömte kein Gas mehr aus. Durch den Wind verflüchtigte es sich, so dass die Explosionsgefahr gebannt war und die Absperrungen aufgehoben werden konnten.

 

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