Feuerwehr

Schwarzenbek

Schiffsbergung

Dienstag, 01.08.2017 13:38

Einsatzort: Hafenstraße , 21481 Lauenburg
Schleife: T - Telefon
  Fahrzeuge: RW 2

Spektakuläre Rettungsaktion für einen havarierten Eisbrecher am Dienstag auf der Lauenburger Hitzler-Werft. Die FF Schwarzenbek unterstützte dabei mit dem Rüstwagen (RW) 2 auf Anforderung der FF Lauenburg.

 

Mittags wollten Werftarbeiter den 18,12 Meter langen und 6,20 Meter breiten Eisbrecher "Christian Nehls" der Hamburger Hafenbehörde (HPA) auf die Slipanlage an der Bahnhofstraße holen, als einer der Slipwagen unter Wasser entgleiste. Dadurch geriet das Spezialschiff in bedrohliche Schieflage und drohte vom Slipwagen zu rutschten. Erst am Abend war der Havarist nach einem mehrstündigen Großeinsatz wieder stabilisiert.

 

"So etwas habe ich in 33 Jahren bei der Feuerwehr noch nicht erlebt", sagte Lauenburgs Feuerwehrchef Lars Heuer nach der geglückten Rettungsaktion. Auch Werner Büker, der technische Leiter der Werft, war von dem Malheur überrascht. "Da muss unter Wasser ein Hindernis auf dem Gleis des Slipwagens gelegen haben, dadurch ist er dann wohl entgleist. Da steckt man nicht drin", sagte er - sichtlich erleichtert, dass "Christian Nehls" die Rettungsaktion ohne Blessuren überstand.

 

Das Spezialschiff ist eines von Vieren, die die Werft 2015 und 2016 für die HPA gebaut hatte. "Christian Nehls" wurde 2015 ausgeliefert. Büker: "Jetzt standen Wartungs- und Garantiearbeiten an." Dazu sollte das Schiff an Land geholt werden. "Wir slippen zwei Mal am Tag, so etwas ist uns noch nie passiert", so Büker. Die Werft bat schließlich die Feuerwehr um Hilfe. Die Lauenburger Retter holten sich Unterstützung aus Schwarzenbek. Mit zwei Seilwinden - jeweils 20 Tonnen Zugkraft - der Feuerwehr, einem umgelenkten Stahlseil des Portalkrans der Schiffbauhalle und den beiden Werftschleppern "Hein Dau" und "Korl Gau" gelang es schließlich nach drei Stunden des Zerrens, die Slipwagen von der Südwerft aus ins Wasser zu ziehen. Dadurch schwamm der Eisbrecher dann auf.

 

Weil von der Südwerft zur Bahnhofstraße hinüber quer über den fast 100 Meter breiten den Elbe-Lübeck-Kanal gearbeitet wurde, musste die Wasserstraße durch die Wasserschutzpolizei und das Feuerwehrboot "Elbe 1" voll gesperrt werden. An der Lauenburger Schleuse stauten sich dadurch zahlreiche Freizeitskipper.

 

 

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